Das Projekt Botaniquarium

Ins Leben gerufen wurde das Projekt von Janine Richter Jahresbeginn 2006. Im Zuge von ausführlichen Recherchen für die Universitätsexamen stellte ich fest, dass sich oftmals die allgemeinen Informationen in den Fachbüchern wiederholen, es aber dennoch z.B. kein Buch über Bäume gibt, das eine annähernd vollständige Wissenssammlung darstellt. Vielmehr muss man in unzählig vielen verschiedenen Büchern nach den kleinen Informationshäppchen suchen und sich am Ende selber das Puzzle mühsam zusammenfügen. Wenn man unter Zeitdruck steht und nur begrenzte Energie für dieses Vorhaben zur Verfügung hat, dann ist diese Art von Informationsbeschaffung sehr ineffizient.

Eine weitere Recherche fand heraus, dass es scheinbar gar nirgends ein voll umfassendes Werk zum Thema Gartenbau bzw. Pflanzenkunde gibt. Diverse Fachbücher für Phytomedizin oder Botanik sind da besser ausgestattet. Allerdings will man sich detailliert über einzelne Pflanzen informieren, bleibt das Problem. Außerdem fiel mir auf, dass es sehr wenig hochauflösende und aktuelle Pflanzenfotos zu geben scheint. Häufig findet man ein veraltetes, kleines Bild neben dem Text, das allerdings oft kaum Aufschluss über das detaillierte Aussehen der Pflanze gibt.

Aus diesem Grunde entstand die Idee das Problem zu lösen. Aber wie? Bücher zu drucken sind teuer, vom Gewicht her sehr schwer und nehmen viel Platz im Regal ein. Obwohl ich persönlich Bücher liebe und dieses Medium immer bevorzuge, trifft das heutzutage aber wohl kaum noch auf die Mehrheit der Studenten zu. Als sinnvolles Medium kam der Computer in den Sinn. Zunächst versuchte ich mich also eine interaktive Datenbank zu erstellen, die mit Formularen zur Informationseingabe und Formularen zur Informationswiedergabe funktionierte. Das fertige Produkt musste am Ende zum Nutzer gelangen. Damit erschien die Datenbank nicht mehr als besonders ideal, da ich meine Daten auf CD hätte brennen und dann als solches verschicken müsste, was die Gefahr birgt, dass jemand Botaniquarium am Ende unter anderem Namen kommerziell verbreitet. Als letzte Lösung blieb das Internet, welches ausgezeichnet erscheint. Einfacher Informationsaustausch, jeder kann sehen woher die Information im Ursprung kommt und es kann keiner das Projekt für sich beanspruchen. Wenn auch das Problem des Datendiebstahls bestehen bleibt, ist das Risiko für alle Webseiten mehr oder weniger gleich. Wer unbedingt an Daten kommen will, der kann das auch. An dieser Stelle kann ich nur an die Fairness appellieren und darum bitten Botaniquarium.eu als Quelle anzugeben, im Falle der Nutzung meiner Bilder oder Texte.

Das Projekt Botaniquarium reifte also und wuchs. Schnell musste ich herausfinden, wie zeitaufwendig das Projekt tatsächlich ist. Information zu suchen, sammeln und zu verarbeiten dauert sehr lange, vor allem wenn man sich dann noch bemüht das Wissen auf Richtigkeit zu überprüfen. Da dieses Projekt momentan ein freies Hobby ist, kann ich nur in meiner Freizeit daran arbeiten.

Mein Ziel ist es aber über die nächsten Monate oder sogar Jahre stetig neues Wissen zu Botaniquarium hinzuzufügen und zu aktualisieren, meine beruflichen Erfahrungen mit einfließen zu lassen, auf Reisen zu gehen und neue Pflanzen zu entdecken, so dass schließlich Botaniquarium zu einer wertvollen Web-Datenbank heranreift und somit wertvolle Quelle für Studenten der "grünen Welt", Gärtner (sei es Laie oder Fachmann/frau), Botaniker, Lehrer oder jegliche Interessenten für Gartenbau und Pflanzenkunde wird.

Mir macht dieses Projekt neben meiner gärtnerischen Tätigkeit unheimlichen Spaß. Ich hoffe Botaniquarium-Nutzer empfinden das gleiche.

Auf zum grünen Studium!

Mit freundlichen Grüßen
Janine Richter